Sommer-Glow: Tipps für den natürlichen „Wet-Look“-Trend
Anfang des Jahres blickten die Make-up-Göttinnen der Welt in ihre Kristallkugeln und sagten voraus: Im Sommer 2026 ist der Wet-Look wieder angesagt. Aber diesmal gelten neue Regeln. Nicht zu verwechseln mit dem glänzenden Glow vergangener Sommer: Dieser Look strahlt von innen heraus. Als perfekter Begleiter für das zurückgekämmte Haar, das sich dauerhaft im It-Girl Bereich festgesetzt hat, wirkt der Look weniger wie ein Party-Girl, das den Club um 3 Uhr morgens verlässt, sondern mehr wie ein Bond-Girl, das bei Sonnenuntergang aus dem Meer auftaucht. Das gewünschte Finish verleiht strahlende Haut, ist luftig-leicht und vor allem sieht es wirklich wie die eigene Haut aus.
Von Jessica Deans | 31. Juli 2026 | 3 Min. Lesezeit
Die gute Nachricht? Es geht einfacher, als es klingt. Sozusagen das Gegenteil von einem No-Make-up-Look. Es geht darum, mit dem absoluten Minimum so auszusehen, als hätten Sie den ganzen Morgen mit einer aufwendigen Hautpflege-Routine verbracht. Die richtigen Produkte sorgen für eine mühelose Illusion. Willkommen zu Expensive Skin, dem beliebtesten Sommer-Trend 2026 für den Teint.
Die Vorbereitung: Glow von innen heraus
„Mit der Gesundheit beginnen, nicht dem Schimmern“, rät die berühmte Make-up-Artistin Polly Vincent „Strahlendes Aussehen sollte von der Haut selber kommen. Bei geschmeidiger und mit Feuchtigkeit versorgter Haut wird das Licht wunderschön reflektiert, und schwere Highlighter sind überflüssig.“ Setzen Sie auf Feuchtigkeitspflege und Seren mit luftig-leichten Texturen, die perfekte Wahl unter dem Make-up, ohne Rückstände zu hinterlassen. „Formeln mit Vitamin C sind absolut wichtig für den Sommer-Glow“, sagt Polly.
Die Basis: Bye glass skin, hello cloud skin
Die Ära hochglänzender, wie mit Schellack überzogener, glasiger Haut ist vorbei. Erst auf den Laufstegen für Frühjahr/Sommer 26 und jetzt Teil der Morgen-Routinen bei Beauty-Redakteurinnen, von Make-up-Artists „Cloud Skin“ genannt: ein weich-verwischter, strahlender Teint, der mit Feuchtigkeit versorgt und mehr erfrischt als lackiert aussieht. Lieber auf Skin Tints und transparente Foundations statt Formeln mit voller Deckkraft setzen, das Produkt nur an den benötigten Partien auftragen und den restlichen Teil der Haut atmen lassen.
Das Auftragen spielt eine ebenso große Rolle wie die Formel. Wählen Sie einen feuchtigkeitsspendenden Skin Tint mit einem Hauch von Deckkraft, der das natürliche Hautbild durchscheinen lässt, und verwenden Sie lieber einen feuchten Schwamm oder Fingerspitzen statt einen Pinsel. Die Wärme und Feuchtigkeit lässt alles mit der Haut verschmelzen. Für mehr Deckkraft, ohne das natürliche Hautbild zu beeinträchtigen, die Foundation mit einem Tropfen Feuchtigkeitspflege mischen, um einen transparent-leichten Look zu verleihen. Mit dieser Basis funktioniert alles andere.
Gezieltes Glossing: Glänzen mit Plan
Eine Sache machen viele Leute beim „Wet-Look“ verkehrt: Sie tragen das glänzende Produkt überall auf und wundern sich, dass es eher fettig als strahlend aussieht. Der Trick: weniger ist mehr. „Statt den Glow im ganzen Gesicht zu verteilen, nur dort auftragen, wo das Licht natürlich hinfällt, wie Wangenknochen, Brauenbogen und Amorbogen“, erklärt Polly.
Diese Technik war dieses Jahr überall auf dem roten Teppich zu sehen, vor allem Looks mit zurückgekämmtem Haar und natürlicher, gesunder Haut waren bei den Filmpreisen angesagt. Eine Balsam-Textur, mit sanftem Druck (nicht Streichen) auf diese Bereiche aufgetragen, kreiert die Illusion, dass das Licht mehr unter der Haut als darauf scheint. Das ist der Unterschied zwischen frisch-natürlich und übertrieben. Ein Tropfen auf der richtigen Stelle bringt mehr, als haufenweise Highlighter planlos aufzutragen.
Atmungsaktive Texturen: Je leichter, desto besser
Wenn Cloud Skin der Look ist, dann ist eine atmungsaktive Textur der Schlüssel dazu. „Vergessen Sie schwere Foundations: 2026 ist das Jahr des Make-ups für gesunde Haut und atmungsaktive Beauty-Pflege“, erklärt die preisgekrönte Hautspezialistin Kelly Rose „Getönte Gels, feuchtigkeitsspendende Skin Tints und transparente Balsame kaschieren Unreinheiten und bringen dabei die natürliche Haut zum Vorschein. Es geht vor allem um gesunde Haut, ohne sich schwer anzufühlen.“ Am besten die Textur vor dem Auftragen ausprobieren: Fühlt sie sich schwerelos an den Fingerspitzen an, sollte sie sich so auch im Gesicht um 15 Uhr bei 30 Grad Hitze anfühlen. Nehmen Sie statt Puderrouge lieber cremige oder flüssige Formeln, die mit der Haut verschmelzen. Das Gleiche gilt bei Produkten für die Augen: lieber ein klarer Gloss auf dem Lid mit transparentem Farbton statt ein intensiver Lidschatten.
Pudern mit Strategie: Die überraschend geheime Waffe
Puder hat einen schlechten Ruf in der Glow-verliebten Beauty-Ära, aber richtig verwendet ist er das Sahnehäubchen – der finale Touch, der den ganzen Wet-Look ausmacht. Der Fehler liegt darin, ihn überall zu verteilen. Stattdessen mit einem transparenten ultra-kaschierenden Puder nur die T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) bestäuben und dabei die äußeren Partien vom Gesicht aussparen. Dieser Kontrast sorgt für einen modellierenden Effekt im Licht.