8 Beleuchtungstricks, die für Gemütlichkeit sorgen

Wenn die Tage kürzer werden und die Sonne eher ein entfernter Bekannter als ein Freund ist, gibt es nichts Besseres, als der Kälte zu entfliehen und in ein warmes, gemütliches Zuhause zu kommen. Es braucht jedoch mehr als ein Thermostat, um es gemütlich zu machen: Wir brauchen Ambiente. Wenn es darum geht, eine Stimmung zu erschaffen, ist Beleuchtung unser engster Verbündeter. Die richtige Beleuchtung kann einen Raum sofort zu etwas Besonderem machen. Wir haben mit Beleuchtungsexperten und Innendesignern gesprochen und eine Anleitung mit 8 Schritten erstellt, mit der Sie Ihr Zuhause in einen gemütlichen Rückzugsort mit Atmosphäre zu verwandeln.

Unterschiedliche Beleuchtungsarten

„Die Beleuchtung eines Raumes muss mehrschichtig sein: Umgebungslicht, Arbeitsbeleuchtung und Akzentbeleuchtung“, erläutert Katie Thomas, Innendesignerin und Gründerin von KTM design. „Das ist besonders im Herbst wichtig, wenn die Tage kürzer werden und sonnendurchflutete Ecken dunkel und wenig einladend werden.“ Ihre Hauptlichtquelle ist bekannt als Umgebungslicht. Dies ist die Grundlage Ihres Beleuchtungsplans. Mit der Arbeitsbeleuchtung werden Bereiche beleuchtet, die vom Hauptlicht nicht erreicht werden – zum Beispiel mit einer Schreibtisch- oder Tischlampe. Und schließlich gibt es noch die Akzentbeleuchtung. Diese kann genutzt werden, um die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Bereich zu lenken, zum Beispiel Deckenstrahler über einem Bild.

 

Beleuchtungsschichten

Jetzt kennen Sie die Grundlagen und können loslegen. „Wenn Sie Ihre Beleuchtung mit dem Lagenansatz realisieren, erschaffen Sie kleine Bereiche mit Licht, was für eine einladende Atmosphäre sorgt“, erläutert Marketa Rypacek, Managing Director bei den Beleuchtungsspezialisten Industville. Durch die Kombination der unterschiedlichen Beleuchtungsarten und den Aufbau von Lagen können Sie die Stimmung mit dem Lichtschalter ändern. Dadurch können Sie das künstliche Licht an das jeweils vorhandene natürliche Licht anpassen. 

 

Auf den Bereich abstimmen

Passen Sie Ihre Beleuchtung auf den jeweiligen Bereich an. Wenn Sie hohe Decken haben, können Sie wunderbar eine Hängelampe verwenden, um dem Raum Persönlichkeit zu verleihen. Probieren Sie in kleineren Räumen, die Ecken mit Lampen oder Kerzen zu beleuchten, um diese Bereiche mit Licht zu füllen. „Machen Sie dunkle Ecken einladend, indem Sie eine Bodenlampe aufstellen“, schlägt Katie vor. „Akzentbeleuchtung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle beim richtigen Ambiente. Denken Sie an flackerndes Kerzenlicht oder das Knistern eines Feuers. Wenn Sie keinen Kamin haben und auch keine Kerzen anzünden möchten, können Sie Lichterketten und elektrische Kerzen verwenden, um trüben Tagen und langen Nächten ein wenig Wärme und Freude zu spenden.“

 

Unterschiedliche Bereiche hervorheben

Verwenden Sie Beleuchtung, um unterschiedliche Bereiche Ihres Zuhauses zu definieren. Wenn Sie ein großes Haus haben, ist dies besonders effektiv, da dadurch kleiner, intimere Bereiche geschaffen werden. „Wenn Sie ein architektonisches Merkmal oder eine Mauer im Haus haben, können Sie diese mit Wandleuchten betonen und ihnen ein raffiniertes Strahlen zu verschaffen. Durch die Verwendung von wärmeren, weniger hellen Lampen wie Tischlampen erschaffen Sie ein behagliches, entspanntes Gefühl in jedem Raum“, rät Marketa.

Dimmer

Dimmer sind perfekt, um die Stimmung und Intensität der Beleuchtung zu regeln. Zwischen Tag und Nacht und auch zwischen den einzelnen Jahreszeiten verändert sich die Menge an natürlichem Licht. Manchmal müssen Sie alle Lampen anschalten, um etwas sehen zu können; und manchmal müssen Sie an sonnigen Tagen gar kein Licht anschalten.  Ein Dimmer ist eine „schnelle und kostengünstige Möglichkeit, unterschiedliche Beleuchtungsgrade in einem Raum zu erzielen. Auf diese Weise können Sie immer den richtigen Ton treffen und die Atmosphäre in einem Raum sofort ändern“, merkt Marketa an.

 

Leuchtmittel

Wenn Sie Ihren Beleuchtungsplan für einen Raum ändern möchten, sehen Sie sich zunächst Ihre Leuchtmittel an. Durch das Ändern der Leuchtmittel können Sie das Licht ändern. Der Lumenwert eines Leuchtmittels zeigt die Helligkeit an. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie sich für ein Leuchtmittel entscheiden. „Wechseln Sie die Leuchtmittel in Ihren Lampen von hellem Weiß zu warmem Weiß, um das Ambiente in einem Raum zu ändern“, schlägt Katie vor. „Hellweiße Lampen tendieren zu einem Blauton, der sehr hart und wenig entspannend sein kann. Warmweiße und rötliche Töne haben einen physiologischen Effekt auf den Körper. Sie führen zur vermehrten Ausschüttung von Melatonin und sorgen für Entspannung. Das hilft auch Ihrem Körper, sich auf den Schlaf vorzubereiten.“

 

Neue Lampenschirme

Genau wie das Leuchtmittel kann auch der Lampenschirm das Ambiente stark beeinflussen.

 

„Lampenschirme streuen das Licht vom Leuchtmittel oder lenken es um, um es so effektiv wie möglich zu machen und um unsere Augen vor der Helligkeit der Leuchtmittel zu schützen“, erklärt Ash Read, Gründer von Living Cozy. „Daher sollten Sie sich für einen Lampenschirm in einer hellen Farbe entscheiden, da dieser das Licht einfacher streut. Auch die Form ist wichtig. Ein breiter Schirm kann in einem kleineren Bereich zu wuchtig wirken, einen großen Raum jedoch wunderbar aufhellen.“ Die richtige Textur – zum Beispiel Rattan – für den Lampenschirm kann für wunderschöne Schatten im Raum sorgen. „Nehmen Sie die Jahreszeiten auf und wählen Sie Grüntöne, die zu den Tannenzweigen passen und ein ergiebigeres und gemütlicheres Licht verbreiten, das sich perfekt zum Entspannen eignet“, schlägt Katie vor. Das ist eine einfach und extrem effektive Möglichkeit, einen stimmungsvollen Raum zu schaffen.

 

Mehr Licht

Wenn Sie zu den Glücklichen gehören, die über Außenbereiche verfügen, können Sie die Stimmungsbeleuchtung auch ins Freie bringen. Probieren Sie es mit solarbetriebenen Lichterketten und Strahlern im Garten oder auf dem Balkon. Das sorgt nicht nur für eine schöne Stimmung im Garten, sondern beim Blick aus dem Fenster auch für ein gemütliches Gefühl im Innern.

Laura Wabeke

Laura Wabeke

Übersetzerin, Redakteurin und Texterin Laura Wabeke ist fasziniert von Wörtern und den vielen innovativen Möglichkeiten, diese zu nutzen, um sich auszudrücken. Nach neun Jahren als Freiberuflerin – mit Erfahrungen in der Reisebranche, in Medienagenturen, in der Werbung und Buchbearbeitung – ist die betriebsinterne Texterin nun Expertin für Yoga, Meditation, Achtsamkeit und unsere Markenphilosophie, nach der Schönheit und Glück in den kleinsten Dingen zu finden sind.