Zu Ehren des Weltmeertags erklären wir, warum wir uns für den Schutz unserer Meere einsetzen – und wie alle zum Schutz der Ozeane beitragen können.
Ohne das Meer, die Lebensquelle unseres Planeten, wäre unser Klima außer Kontrolle, Nahrungsmittel würden knapp werden und Milliarden von Menschen würden ihre Lebensgrundlage verlieren. Wussten Sie, dass die Hälfte des Sauerstoffs auf der Erde aus dem Ozean stammt und dass dieser rund 70 % der Erdoberfläche bedeckt? Das Meer hat allerdings nicht nur praktische Funktionen, sondern ist für viele von uns auch ein Ort, an dem wir uns wohlfühlen. Das beruhigende Rauschen einer gleichmäßigen Brandung und die Weite, die uns daran erinnert, dass wir Teil von etwas viel Größerem sind – das ist der Grund, warum das Meer in so vielen Klanglandschaften vorkommt: damit unser Gehirn in den Entspannungsmodus wechseln kann.
Trotz alledem stehen nur 8 % der Ozeane unter Schutz, was bedeutet, dass durch unkontrollierte Überfischung 90 % der Großfische verschwunden sind. Rechnet man Umweltverschmutzung und Klimawandel hinzu, spitzt sich die Lage zu einer Umweltkrise zu. Deshalb ist es für uns bei Rituals so unglaublich wichtig, unser Möglichstes zu tun, um unsere Meere zu schützen – und wir bitten Sie eindringlich, sich uns anzuschließen.
1. Helfen Sie uns, ihnen zu helfen
Zunächst können Sie sich darauf verlassen, dass wir im Rahmen unseres 10 % Profit Pledge* die Organisationen National Geographic Pristine Seas, Blue Marine Foundation und The North Sea Foundation unterstützen. Da wir 10 % unseres Nettogewinns an langfristige Umweltprojekte spenden, die die Zukunft unseres Planeten sichern, haben Sie die Gewissheit, dass unsere Partner bei der Rettung der Ozeane eine Vorreiterrolle übernehmen. Unser gemeinsames Ziel ist es, bis 2030 30 % der Ozeane zu schützen. Unsere ausgewählten Partner setzen sich dafür ein, die verbleibenden Meeresgebiete zu erhalten, Leben im Meer zu retten und Arbeitsplätze für lokale Fischergemeinden zu kreieren. Die North Sea Foundation hat es sich zudem zur Aufgabe gemacht, durch jährliche Veranstaltungen und Aktionen die Meere zu säubern und die Nordsee von Müll zu befreien.
2. Nachhaltige Meeresfrüchte
Wenn Sie Fisch essen, sollten Sie wissen, dass nicht alle Fischarten gleich sind. Viele Fischarten sind mittlerweile vom Aussterben bedroht. So hat die UNO die nicht nachhaltige Fischerei als Hauptursache für den weltweiten Verlust der Artenvielfalt in den Meeren bezeichnet. Da jedoch über 2 Milliarden Menschen auf Fisch als Hauptproteinquelle angewiesen sind, ist dies eine Nahrungsquelle, die nicht ignoriert werden darf.
Der Schlüssel liegt darin, wild gefangene und bewusst gewonnene Meeresfrüchte zu wählen, die die Meereslebensräume nicht gefährden. Auch Sie können ganz einfach einen Beitrag leisten – zum Beispiel, indem Sie Seehecht statt Kabeljau wählen oder Meeresfrüchte wie Miesmuscheln, die schonend gefangen werden. Halten Sie auch Ausschau nach dem blauen MSC-Logo (Marine Stewardship Council). Es ist weltweit anerkannt und bescheinigt, dass der Fisch aus zertifizierter Fischerei stammt und die Anforderungen an bestmögliche Praktiken erfüllt wurden.
3. Weniger Plastikmüll
Statistiken zeigen, dass es bis 2050 im Meer mehr Plastik als Fische geben könnte – es ist also an der Zeit, dass alle einen Beitrag leisten. Verwenden Sie Dinge nach Möglichkeit immer wieder – Kaffeebecher, Wasserflaschen, Stofftaschen – und achten Sie darauf, Verpackungen aus Recyclingmaterial zu wählen. Mikroperlen wurden in Kosmetika verboten, sind aber nach wie vor in Produkten wie der Beschichtung bestimmter Antihaft-Töpfe und -Pfannen, in Kunststoff-Schneidebrettern und bestimmten Kunststoffbehältern enthalten. Achten Sie daher darauf, welche Produkte Sie in der Küche verwenden.
Manchmal sind auch in Hygieneartikeln versteckte Kunststoffe enthalten. Informieren Sie sich also umfassend und suchen Sie nach Binden oder Tampons aus 100 % Bio-Baumwolle oder ziehen Sie nachhaltigere Alternativen wie Menstruationsunterwäsche oder eine Menstruationstasse in Betracht.
4. Weniger Kohlenstoffemissionen
Je wärmer unser Planet wird, desto mehr schmelzen die Eiskappen in den Ozeanen, wodurch das Leben im Meer gefährdet wird. Wenn die Wassertemperaturen weiter steigen, wird es für Korallenriffe zu warm, und dies wird die Funktionsweise unserer Ozeane für immer verändern. Korallenriffe sind nicht nur Lebensraum für Unterwasserökosysteme. Sie fungieren auch als Puffer an den Küsten und schützen diese vor Wellen, Stürmen und Überschwemmungen. Ohne sie sind wir größeren Gefahren und Schäden ausgesetzt.
Versuchen Sie, kürzere Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen, fliegen Sie möglichst wenig, kaufen Sie regionale Produkte und achten Sie beim Online-Einkauf auf Marken, die geringe CO₂-Emissionen verursachen oder ihre Produkte international versenden. Wenn Sie weniger Fleisch und Milchprodukte essen, tragen Sie ebenfalls dazu bei, Ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern – genau wie durch die Verwendung von Energiesparlampen, das Waschen Ihrer Kleidung bei niedrigeren Temperaturen und das Senken der Heiztemperatur.
5. Informiert bleiben
Pristine Seas hat über 30 Dokumentarfilme gedreht. Dabei werden Tiefseekameras, ferngesteuerte Unterwasserkameras und Fotomosaike eingesetzt, um den Meeresboden zu erforschen. Mithilfe dieser Aufnahmen lassen sich fesselnde Geschichten erzählen, durch die wir besser verstehen, wie beispielsweise die Überfischung das Meer zerstört. Die Filme sind auch ein gutes Argument, wenn es um die Zusammenarbeit mit Regierungen und politischen Entscheidungsträgern geht, da sie sowohl die Wunder des Meeresbodens als auch die Zerstörung zeigen, die ihm droht, wenn nichts unternommen wird. Wenn Sie neugierig geworden sind, schauen Sie doch mal hier vorbei.
Blue Marine veröffentlicht außerdem wöchentlich eine Zusammenfassung mit Nachrichten zum Thema Meer, die alles abdeckt – von eigenen Erkenntnissen und Projekten zu Meeresschutzgebieten bis hin zu weltweiten Initiativen, aktuellen Nachrichten und laufenden Forschungsprojekten. Die Lektüre ist außerordentlich informativ und eignet sich hervorragend, um sich über die Lage auf dem Laufenden zu halten.
Das große Ganze
Wir sind unglaublich stolz darauf, im Rahmen unseres Profit Pledge unsere Partner dabei zu unterstützen, weitere Meeresschutzgebiete einzurichten, Ökosysteme zu bewahren und gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften und Regierungen weltweit für den Schutz der Ozeane einzutreten. Durch die Zusammenarbeit mit Pristine Seas, Blue Marine und der North Sea Foundation sowie durch Ihren persönlichen Beitrag hoffen wir, das 30x30-Ziel dieser Organisationen verwirklichen zu können.
*Seit 2025 verpflichten wir uns, 10 % unseres Nettogewinns aus dem vorhergehenden Jahr aufzuwenden (d. h. für das Jahr 2025 wurden 10 % des Nettogewinns aus 2024 aufgewendet).
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