Die Vorteile der „Abhyanga“-Selbstmassage

Seien wir ehrlich: Sich eine professionelle Massage zu gönnen, ist ein großartiges Gefühl. Stress schmilzt dahin, Schmerzen werden gelindert und das Gehirn wird mit Oxytocin (dem „Umarmungs-Hormon“) und Serotonin (dem „Glückshormon“) geflutet. Der Haken? Es ist teuer. Bevor Sie jedoch Ihre Spa-Träume aufgeben, präsentieren wir Ihnen eine überraschend einfache, vollkommen kostenlose Alternative: eine Selbstmassage. Abhyanga sollten Sie unbedingt kennenlernen – eine traditionelle, ayurvedische Massage, die wörtlich übersetzt „den ganzen Körper massieren“ heißt. 

Das TIME Magazine berichtetdass die Aktivierung dieses Nervs den Herzschlag verlangsamt und eine meditationsähnliche Ruhe hervorruft. Dadurch sinkt der Cortisolspiegel (das Stresshormon) deutlich, während gleichzeitig die Ausschüttung von Glückshormonen angeregt wird. Sie werden also nicht nur entspannter, sondern profitieren auch von einer besseren Verdauung und Durchblutung sowie einer schnelleren Regeneration Ihrer Muskeln. 

 

Eine kurze Selbstmassage in Ihr tägliche Pflegeroutine einzubauen, kann eine enorme Wirkung haben. Bei regelmäßiger Durchführung werden Sie feststellen, dass Ihre Verdauung besser funktioniert, Ihre Muskelverspannungen deutlich nachlassen und Sie sich den ganzen Tag über einfach leichter fühlen. Wenn Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um ganz bewusst in Ihren Körper hineinzuhorchen, können Sie herausfinden, was er tatsächlich benötigt. Möglicherweise bemerken Sie sogar einen coolen Dominoeffekt – plötzlich haben Sie ganz von selbst das Bedürfnis, sich etwas gesünder zu ernähren und Ihrem Körper intuitiv mehr Bewegung zu gönnen. 

 

Diese einfache Gewohnheit verbessert die Art und Weise, wie Sie sich um sich selbst kümmern, ganz erheblich. Probieren Sie Abhyanga ganz unvoreingenommen einfach aus. Sie haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen. So geht’s: 

Beim Abhyanga gehen Sie wie folgt vor 

  1. Sorgen Sie für die richtige Stimmung. Suchen Sie sich für Ihre Massage einen warmen, friedlichen Raum (zum Beispiel Ihr Badezimmer). Verwenden Sie ein Körperöl, dass den Bedürfnissen Ihrer Haut entspricht. 
  2. Wärmen Sie Ihr Öl an. Stellen Sie die geschlossene Ölflasche in eine Schüssel mit heißem Wasser, um das Öl anzuwärmen. Geben Sie einen Tropfen auf Ihr Handgelenk, um die Temperatur zu prüfen – achten Sie darauf, dass das Öl warm ist, aber nicht zu heiß!
  3. Beginnen Sie oben. Reiben Sie einige Tropfen des warmen Öls zwischen Ihren Handflächen. Massieren Sie Ihre Schläfen und die Kopfhaut einige Minuten lang, um Spannungen zu lösen. 
  4. Weiter zum Gesicht. Massieren Sie Ihre Stirn, Ohren, Wangen und den Kiefer mit sanften, kreisenden Bewegungen. 
  5. Gehen Sie weiter nach unten. Bewegen Sie sich immer weiter nach unten. Massieren Sie Ihren gesamten Körper mit kreisenden Bewegungen. Konzentrieren Sie sich dabei auf Ihre Gelenke. Verwenden Sie für die Bereiche zwischen den Gelenken größere kreisende Bewegungen. 
  6. Schließen Sie mit Ihren Füßen ab. Massieren Sie zum Schluss Ihre Füße. Wenn Sie fertig sind, lassen Sie das Öl 15 bis 20 Minuten in die Haut einziehen. 
  7. Spülen Sie es anschließend ab. Duschen Sie warm, um überschüssiges Öl abzuwaschen und tupfen Sie sich anschließend sanft mit einem Handtuch trocken.

 

Wie wäre es mit einer visuellen Anleitung? Wir haben für Sie ein kurzes Video vorbereitet, in dem wir die oben beschriebenen Schritte vorführen, damit Sie sie zu Hause nachmachen können.

 

Laura Wabeke

Laura Wabeke

Übersetzerin, Redakteurin und Texterin Laura Wabeke ist fasziniert von Wörtern und den vielen innovativen Möglichkeiten, diese zu nutzen, um sich auszudrücken. Nach neun Jahren als Freiberuflerin – mit Erfahrungen in der Reisebranche, in Medienagenturen, in der Werbung und Buchbearbeitung – ist die betriebsinterne Texterin nun Expertin für Yoga, Meditation, Achtsamkeit und unsere Markenphilosophie, nach der Schönheit und Glück in den kleinsten Dingen zu finden sind.