Die häufigsten Schlafprobleme – und wie Sie sie loswerden

Wir alle haben schon einmal schlecht geschlafen, vielleicht nach einem schwierigen Gespräch mit einem Kollegen oder dem Partner.  Es ist wichtig zu wissen, dass Schlaf (für die meisten von uns) nicht jede Nacht perfekt sein muss! Lesen Sie weiter und erfahren Sie die drei häufigsten Schlafprobleme und meine Tipps, wie Sie sie loswerden.

 

Drei Schlafprobleme treten besonders häufig auf. Erstens: Probleme beim Einschlafen. Menschen mit diesem Problem leiden häufig unter einem ruhelosen Geist oder Herzrasen vor dem Zubettgehen. Dieses Schlafproblem tritt besonders bei erfolgsorientierten Menschen und Typ-A-Persönlichkeiten auf. Zweitens: Probleme beim Durchschlafen. Dies ist besonders häufig bei älteren Männern und Frauen der Fall, etwa während der Menopause. Betroffene Personen wachen mehrmals pro Nacht auf. Drittens: Frühes Aufwachen. In diesem Szenario wacht man einige Stunden vor dem Klingeln des Weckers auf und kann nicht mehr einschlafen. Diese Strategien können Ihnen dabei helfen, mit diesen Problemen umzugehen:

 

Probleme beim Einschlafen

Eine hilfreiche Strategie ist es, ein Tagebuch oder Notizbuch neben das Bett zu legen. Wenn Ihre Gedanken rasen und Sie innerlich nicht zur Ruhe kommen, erstellen Sie einfach eine Liste mit allem, was Ihnen im Kopf herumschwirrt. Eine andere tolle Strategie ist es, progressive Muskelentspannung in Ihre Gute-Nacht-Routine zu integrieren. Die progressive Muskelentspannung ist eine Übung, bei der Sie sich abends ins Bett legen, die Augen schließen und einzelne Muskelgruppen nacheinander anspannen (von den Zehen, Waden und Oberschenkeln bis zu den Augen und Gesichtsmuskeln). Atmen Sie ein, wenn Sie anspannen und atmen Sie aus, wenn Sie loslassen.

 

Probleme beim Durchschlafen

Zunächst sei gesagt, dass es ganz normal ist, nachts ein- oder zweimal aufzuwachen, weil man zur Toilette muss. Sieben oder acht Stunden sind ja auch eine lange Zeit! Wenn Sie einen Wecker mit heller Beleuchtung haben, sollten Sie ihn aus dem Schlafzimmer entfernen. Falls Sie aufwachen und auf die Uhr blicken, kann er sonst Stress auslösen und damit das Einschlafen erschweren. Wenn Sie aufwachen, stehen Sie einfach auf und tun Sie das, was Sie aufgeweckt hat (z. B. zur Toilette gehen), machen Sie kein helles Licht, kriechen Sie zurück ins Bett und sinken Sie wieder in den Schlaf. Wenn Sie sich hin- und herwälzen, sollten Sie aufstehen und sich in einen anderen dunklen Raum oder einen anderen Bereich Ihres Schlafzimmers begeben, und bei schwachem Licht einige Seiten in einem Buch lesen. Oder probieren Sie es mit Meditation. Es ist wichtig, dass Sie Ihr Bett verlassen und sich erst wieder hinlegen, wenn Sie müde und bereit sind, wieder einzuschlafen. So können Sie schneller einschlafen und Ihre Schlafqualität verbessern.

 

Frühes Aufwachen

Wenn Sie morgens früh aufwachen und nicht mehr einschlafen können, folgen Sie den oben genannten Tipps. Widerstehen Sie dem Drang, Ihren Laptop zu öffnen oder zum Handy zu greifen. Das Bildschirmlicht wird es Ihnen umso schwerer machen, wieder einzuschlafen. Wenn jedoch in ein bis zwei Stunden sowieso wieder der Wecker klingelt, ist es keine schlechte Idee, einfach aufzustehen und in den Tag zu starten.

 

Die oben genannten Schlafprobleme sind weit verbreitet. Hoffentlich können diese Strategien Ihnen dabei helfen, gelegentlich auftretende Schlafstörungen zu lindern. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass diese Strategien nicht bei chronischen (regelmäßig auftretenden) Schlafstörungen helfen und Sie sich bei akuten Schlafstörungen in medizinische Behandlung begeben sollten. Es gibt insgesamt 89 unterschiedliche Schlafstörungen. Schlaflosigkeit, oder beständiges Auftreten von einem oder mehreren der oben genannten Schlafprobleme, tritt am häufigsten auf und betrifft 15–20 % der Bevölkerung. Obstruktive Schlafapnoe ist eine weitere Schlafstörung, von der 10–12 % der Bevölkerung betroffen sind. Schlafapnoe drückt sich durch lautes Schnarchen oder wiederholte Atempausen aus, die durch den Kollaps der oberen Atemwege hervorgerufen werden. Schlafapnoe ist ein ernstzunehmender Zustand. Falls Sie selbst (oder einer Ihrer Liebsten) laut schnarchen und nachts regelmäßig Husten- oder Erstickungsgeräusche von sich geben, nehmen Sie medizinische Beratung in Anspruch oder ermutigen Sie Ihre Liebsten dazu.