So geht Origami – probieren Sie den neuen Trend für mehr Wohlbefinden aus

Von weniger Selbstkritik bis hin zu mehr Konzentration – warum die achtsame Kunst des Papierfaltens gleich mehrere positive Auswirkungen hat

 

Wussten Sie, dass Origami angeblich Glück bringt? Einem alten japanischen Glauben zufolge soll das Falten von 1.000 Papierkranichen Glück bringen. Der Legende nach lebt der Kranich tausend Jahre und jeder Papierkranich steht für ein Lebensjahr des majestätischen Vogels. Die 1.000 an Fäden hängenden Papierkraniche werden oft von einer Gruppe an Menschen angefertigt, die sich zu diesem Zweck zusammenschließen, etwa für einen besonderen Anlass wie eine Hochzeit. Wenn sie fertig sind, wird der heilige Kranich einen Wunsch erfüllen. 

 

Heute ist dieser alte japanische Brauch in der ganzen Welt verbreitet und steht für Zuversicht, Hoffnung und Frieden. Mit nur einem Blatt Origamipapier – häufig 15 x 15 cm – können Sie ein wunderschönes Kunstwerk kreieren. Aktuell avanciert Origami zu einem beliebten Wellness-Trend, der viele Vorteile wie Entspannung, Meditation, die Verbesserung von Konzentration und sogar den Abbau von Ängsten mit sich bringt. Mit seinen endlosen kreativen Möglichkeiten und zahlreichen Verbesserungen des Wohlbefindens eignet sich dieser Trend jedenfalls mehr als Gewohnheit denn als vorübergehende Erscheinung. 


 
Origami befindet sich am Schnittpunkt zwischen Psychologie und Kunst und wir nennen Ihnen fünf gute Gründe, warum Sie Origami in Ihr Leben integrieren sollten.  

 

1. Tun Sie etwas für Ihr Gehirn 

Origami ist besonders an japanischen Schulen beliebt, wo es Kindern nicht nur als handwerkliches Hobby beigebracht wird. Studien haben gezeigt, dass diese alte Kunstform dabei helfen kann, die Aufmerksamkeit, das räumliche Vorstellungsvermögen und das Gedächtnis von Kindern zu verbessern, mit einer besonderen Leistungssteigerung im Bereich Mathematik. Das soll nicht heißen, dass Origami nur für Kinder hilfreich ist, denn auch Erwachsene können davon profitieren. Mit jeder Faltbewegung werden wir vor die Aufgabe gestellt, den perfekten Falz zu kreieren und uns kreativ vorzustellen, woran wir gerade arbeiten. Dadurch wird das Gehirn auf kognitive und meditative Art und Weise aktiviert.  

 

2. Befreien Sie sich von Selbsturteilen 

Jeder, der sich schon einmal an dieser alten japanischen Kunstform versucht hat, weiß, dass Geduld belohnt wird. Wenn Origami uns etwas lehren kann, ist es, dass Geduld eine Tugend ist und dass es keinen Platz für negative Selbsturteile gibt. Wir Menschen sind keine Maschinen, sondern kreative Wesen, die Fehler machen. Manchmal sogar Fehler, die so schön sind, dass sie zu Kunst werden.   

 

Achtsamkeitscoach Neil Seligman empfiehlt „mit zugänglicheren Origamifiguren zu beginnen, wie einem einfachen Kranich, einem Stern oder einem Boot – so können Sie Ihre Fähigkeiten im Hinblick auf Konzentration, Geduld und Gelassenheit ausbauen in dem Wissen, dass Sie sich mit jedem Falz verbessern.“ 

3. Steigern Sie Konzentration und Kreativität 

Studien haben gezeigt, dass die Konzentrationsmeditation, bei der sich die Person nur auf ein Objekt (Origami) oder ein Bild fokussiert, das Gehirn erheblich verändert und kreative Fähigkeiten und das Konzentrationsvermögen verbessert. Entsprechend sieht Neil die Verbindung zwischen Meditation und Origami „im Zusammenhang mit der Kultivierung achtsamer Aufmerksamkeit, da sie den Geist beruhigt und Einfachheit in den Fokus rückt.“ 

 

Während die Sinne durch bunte Farben und das Gefühl des Papiers angeregt werden, findet der Geist durch das Folgen einfacher, sich häufig wiederholender Anleitungen zur Ruhe. Eine ruhige Hand, eine gleichmäßige Atmung und ein klarer Geist führen zu den besten Ergebnissen. Origami ist eine wunderschöne Form der kreativen, bewegten Meditation, die überall und jederzeit durchgeführt werden kann. 

 

4. Ein gemeinsames Erlebnis  

Origami kann als Tor zur Meditation dienen, da es eine beruhigende Wirkung auf den Geist und die Gefühlswelt hat. Man sollte meinen, dass man es darum am besten alleine macht, doch das Gegenteil ist der Fall: „Die Magie von Origami besteht darin, dass es Freunde und Familie in einem gemeinsamen meditativen Erlebnis zusammenbringt, das Gelächter und Verletzlichkeit zulassen kann“, so Neil. Indem die Hände und der Geist in einem kollektiven Erlebnis beansprucht werden, bietet Origami die perfekte Gelegenheit, Menschen für einen unterhaltsamen und kreativen Nachmittag zusammenzubringen.  

 

5. Nachhaltige Deko

Deko-Objekte im Origami-Stil verleihen Ihrem Zuhause stilvolle geometrische Akzente, doch bevor Sie Origami-Papier einkaufen, sollten Sie sich erst genauer umschauen.  Die Chancen stehen gut, dass Sie jede Menge ungenutztes Papier zu Hause haben – genau genommen werden jedes Jahr 85 Millionen Tonnen Papier verschwendet. Vor diesem Hintergrund können Sie das gemusterte Geschenkpapier, das im Schrank lagert, oder die Zeitung vom Vortag in Ihr individuelles Origami-Accessoire verwandeln oder, noch besser, es an eine geliebte Person verschenken.  

 

So kreieren Sie Ihre Origami-Deko

Sie möchten diesen Trend selbst ausprobieren und direkt losfalten? Dann sind Sie hier genau richtig. Zur Festtagszeit lädt Rituals Sie unter dem Motto #PressPause dazu ein, innezuhalten und sich an Origami zu versuchen. Unterhalb finden Sie eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie Deko-Sterne basteln, die Sie an Ihren Weihnachtsbaum hängen oder an Freunde und Familie verschenken können.  

Möchten Sie eine Anleitung zum Basteln unseres Origami-Sterns (siehe Abbildung oben)? Dann besuchen Sie unser Pinterest Board. Dort finden Sie viele Ideen zum Basteln mit Papier und weitere Inspirationen für die Festtage.

Emma Becque

Emma Becque

Emma Becque ist unsere interne Redakteurin aus dem Vereinigten Königreich. Nach ihrer Tätigkeit für Condé Nast, The Telegraph und zahlreiche Kunstmagazine in London zog es sie nach Amsterdam. Sie schreibt gerne über alles, was mit Wohlbefinden und Inneneinrichtung zu tun hat. Als Teil unserer Rituals-Familie präsentiert sie innovative Ideen und informative Artikel dazu, wie man mit The Art of Soulful Living ein achtsames Leben führen kann.